Enzymtherapie

Therapien - EnzymeSchon die Indianer Lateinamerikas wussten um die heilende Wirkung von Enzymen. So verwendeten sie Ananassaft und Blätter des Melonenbaumes, um Infektionen zu behandeln.

In Europa wurde im Mittelalter der Saft von Wolfsmilchgewächsen auf Geschwüre, Furunkel und Warzen aufgetragen.

Enzyme werden oft als sog. Biokatalysoren bezeichnet. Als Katalysator werden Stoffe bezeichnet, die in kleinster Menge und ohne sich dabei bleibend zu verändern, in großem Umfang chemische Umsetzungen durch Steuerung der Reaktionsgeschwindigkeit ermöglichen.

In lebenden Organismen sind es Enzyme, die diese Katalysatorenfunktion übernehmen. Sie ermöglichen und beschleunigen chemische Reaktionen, die unter den Milieubedingungen (Temperatur, Druck, Säure) in lebenden Zellen nicht oder nur unendlich langsam ablaufen würden.

Mit Hilfe von Enzymen, die von außen zugefügt werden, kann man dem Körper fehlende Stoffe „substituieren“.

Die Einnahme von eiweißspaltenden Enzymen ist eine der wesentlichen naturheilkundlichen Behandlungsmethoden. Viele Wirkungen der Enzymtherapie entstehen durch die Zusammenarbeit mit dem Immunsystem und der Regulation von Abwehrreaktionen.

Die Ziele der Enzymtherapie sind vielfältig. Sie unterstützt den Körper in Belastungssituationen, wie bei chronischen oder akuten Entzündungen, Gefäßerkrankungen, Krebserkrankungen oder Virusinfektionen.